Nicht-Marketing ist die Zukunft des Marketing
Etwas provokant formuliert. Aber es geht in Zukunft gewissermaßen in diese Richtung. Dank Social Media befindet sich auch das (Online-)Marketing im Umbruch. Marketingstrategien und Marketingmaßnahmen welche vor 5 Jahren noch erfolgversprechend waren müssen heute mehr denn je hinterfragt werden.
Das Internet hat sich verändert und ist dank Social Media was es immer sein wollte: ein Kommunikationssystem mit der Möglichkeit zur Vernetzung. Wurde das Internet vor ein einigen Jahren von der Mehrheit noch eher passiv genutzt ermöglichen neue Technologien durch das Abschaffen von technischen Hürden ein Internet in dem jeder aktiv sein kann. Die zunehmende Popularität von Social Networks beweist, dass sehr viele Menschen im Internet aktiv sein möchten. Dieser Zustand erfordert allerdings auch aus Marketingsicht ein Umdenken. Modelle wie AIDA funktionieren im “neuen Netz” eher begrenzt. Social Media verlangt von Marken Dialog, Authenzität, Beziehungen, Unterscheidbarkeit aber auch die Fähigkeit zuhören zu können. Das alte Marketing richtete sich in eine Richtung – die Zielgruppe im Blick und volle Kraft voraus. Dialog war nicht gefragt; schon eher ein schnelles Unterbringen der Message in den Köpfen der Rezipienten.
Durch oben genannte Veränderungen ist deshalb der Begriff des Unmarketing (Nicht-Marketing) enstanden, welchen Brian Oberkirch in einem Blogartikel ins Leben gerufen hat. In diesem Artikel gibt er Richtlinien vor, welche aus den Veränderungen der Online-Medien resultieren. Nicht zu vergessen die 95 Thesen des Cluetrain-Manifest welche genau auf diese veränderten Marktbedingungen und Auswirkungen auf das Marketing eingehen.
Gerade in Krisenzeiten sind die Ansätze des Nicht-Marketing und des Cluetrain-Manifest hochaktuell. Durch schrumpfende Budgets rücken auch neue Ideen in den Vordergrund – es wird über den Tellerrand geschaut und vergangene Aktivitäten werden stärker reflekiert, wodurch sich wiederum Wege aus der Krise ergeben können und Neues gewagt wird. Insofern könnte genau im Nicht-Marketing die Zukunft des Marketing liegen.
Dieser Artikel ist aufgrund von Frank Baermanns Blog-Stöckchen “Mit Marketing gegen die Krise?” enstanden welches über Matthias Schwenk (bwlzweinull) bei mir gelandet ist. Ich werfe das Stöckchen nun weiter nach Freiburg zu Dr. Frank Huber (First Media), nach Bern zu Michael Gisiger (wortgefecht) und nach München zu Martin Meyer-Gossner (The Strategy Web)
Kategorie: online-marketing, social media | Tags: social media 2 Kommentare »










am 26. Februar 2009 | #
Nicht-Marketing ist die Zukunft des Marketing http://tinyurl.com/bxx9rd @medienkompakt
am 27. Februar 2009 | #
[...] Staffelstab übernommen habe ich von Wolfgang Heinrich und gebe diesen weiter an David Nelles (ethority), Karsten Füllhaas und Christian Schmidt [...]